Geschichte und Kultur

Kelten, Römer & Germanen

Unsere Heimatregion Rheinland-Pfalz zählt nachgewiesenermaßen zu den am frühesten besiedelten in Deutschland. Und Nickenich gehört wohl mit zu den ältesten Siedlungen des Rheinlandes. Eindrucksvolle Zeugen aus der Jungsteinzeit, 5000 bis 2000 v. Chr., bis hin zur römischen Epoche bis 450 n. Chr., verdanken wir dem Abbau des vulkanischen Bimssandes.


 

So belegen zahlreiche archäologische Fundstücke wie Tongefäße, Waffen und Schmuck die kulturelle Entwicklung des Pellenzdorfes. Hautnah erleben kann man diese einzigartigen Funde1 im Pellenzmuseum für Archäologie in Nickenich.
Die Geschichte beginnt mit den Kelten vor mehr als 2000 Jahren. Erste Spuren menschlicher Niederlassungen belegen Bodenfunde in Form von Brandgräbern des indogermanischen Volkes.

 

Auch der Name Nickenich leitet sich sehr wahrscheinlich aus dem Keltischen ab. In der  Urform NIGIDIACUM steckt der Name Nigidius, woraus sich die Bedeutung „Siedlung des Nigidius“ ergibt. Der Herrschaft der Kelten machte etwa 50 v. Chr. der römische Feldherr Gajus Julius Caesar ein Ende. Zwar bestand die keltische Siedlung unter den neuen Bewohnern fort, wurde aber von diesen romanisiert.

Bis heute wird dies dokumentiert durch den Tumulus, ein an der Laacher Straße gefundenes römisches Grabmal in Form eines Rundbaus

Wie die Kelten lebten die Römer in Nickenich in Einzelgehöften und Villen.
Im fünften Jahrhundert nach Christus wurden die Römer schließlich durch den germanischen Volksstamm der Franken verdrängt und waren die neuen Siedler unserer Heimat. Die neuen Bewohner erweiterten die inzwischen gewachsene Siedlung NIGIDIACUM.

In den darauf folgenden Jahrhunderten entwickelte sich Nickenich zu einem in sich geschlossenen Ort. Laut der ersten urkundlichen Erwähnung 1069 war eine eigene Kirche dem
hl. Maximin geweiht und somit Mittelpunkt des Gemeindelebens.
NETHENIS ist die erste schriftliche Namens-Dokumentation des heutigen Nickenich und kommt dem dialektisch gesprochenen „Neekenesch“ sehr nahe.

Den geschichtlichen Werdegang des Pellenzdorfes Nickenichs ab dem 12. Jahrhundert kann man fast lückenlos nachweisen. Als steinerner Zeuge der ehemaligen Nickenicher Burg erinnert noch heute das Tor aus dem Jahr 1677 an die wechselvollen Zeiten, in denen angesehene Familien und hochgestellte Persönlichkeiten die Entwicklung des Ortes geprägt haben. Eine ausführliche Dokumentation von der ersten Sesshaftmachung eines oder mehrerer Menschen bis in die Jetztzeit findet man auf den Internetseiten der Pfarrgemeinde St. Arnulf Nickenich.